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Rundreisen 2020: Vertreter*innen von Handelspartnern zu Gast in Deutschland

Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder Vertreter*innen von Handelspartnern zur Fairen Woche nach Deutschland kommen. 

Die Rundreisen und Informationsveranstaltungen mit den Gästen sind ein wichtiges Element und fester Bestandteil der Fairen Woche. Die Gäste berichten aus erster Hand über ihre Arbeit und über die Wirkungen des Fairen Handels. Damit leisten sie einen bedeutenden Beitrag zur Transparenz und zur Stärkung der Glaubwürdigkeit des Fairen Handels. Auf der anderen Seite sind sie mindestens genauso neugierig, etwas über den Fairen Handel, die Akteure und die Wünsche der Kund*innen in Deutschland zu erfahren. Die Begegnung mit unseren Gästen bietet also die Chance zum Austausch in beide Richtungen. 

Folgende Informationen zu den diesjährigen Gästen liegen bisher vor:

Gäste der Fairen Woche 2020

Dr. Milan Bhattarai ist Geschäftsführer und Gründer von Get Paper Industry (GPI) in Nepal und setzt sich seit über zwanzig Jahren für den Fairen Handel ein. Die Partnerschaft zwischen WeltPartner und GPI besteht seit 2002. Die Kooperative stellt handgeschöpftes Papier und Papierprodukte her. Ziel ist es, traditionelles nepalesisches Handwerk zu nutzen, um Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, Beschäftigungsmöglichkeit mit guten Arbeitsbedingungen und umweltfreundlicher Produktion zu ermöglichen. 
GPI garantiert eine faire Bezahlung mit besseren Löhnen, die etwa 20 % über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. 4 % der Einnahmen einer jeden Bestellung werden verwendet, um die örtliche Gemeinschaft zu unterstützen. Vor allem die Bildungssicherung von Mädchen ist ein wichtiges Anliegen der Kooperative. 

Aus Burundi kommt Ernest Ndumuraro, Vertriebs- und Marketingmanager des Kaffeekooperativen-Verbands COCOCA. Er ist seit 2008 im Kaffeesektor tätig und war 2012 maßgeblich an der Gründung von COCOCA beteiligt. Der Verband besteht aus 39 Kaffeekooperativen – 17 davon sind inzwischen Fairtrade-zertifiziert und zwei sind in einem Kooperationsprojekt mit der WeltPartner eG auf ökologischen Anbau gemäß den Naturland Fair-Richtlinien umgestellt worden. 
Ernest sagt: „Für COCOCA gibt es kein gutes Leben ohne Bio-Kaffee: Denn mit dem Bio-Kaffeeanbau wird ein ausgewogenes nachhaltiges Ökosystem in Burundi aufgebaut und gleichzeitig an die Gesundheit der Konsumenten gedacht. Auch wenn sie mehr bezahlen, schätzen sie den besonderen Kaffee, zumal sie das Einkommen unserer Bauern mit ihrem Einkauf verbessern – ein Beitrag für ein gutes Leben für beide Seiten – nachhaltig für Generationen.“ 

Folgende Rundreisetermine stehen bereits fest:

  • 14.9. Kaiserslautern: mit Milan Bhattarei von Get Paper, Naturland
  • 15.9. Koblenz: in Kooperation mit Fairhandelszentrum Rheinland, mit El Puente und Swapan Kumar Das von Prokritee, mit Milan Bhattarei von Get Paper/Nepal
  • 16.9. Wuppertal: mit Milan Bhattarei von Get Paper/Nepal und Ernest Ndumuraro von COCOCA/Burundi sowie Naturland
  • 17.9. Münster: in Kooperation mit Fairhandelsgesellschaft Münster, mit Milan Bhattarai von Get Paper/Nepal und Ernest Ndumuraro v. COCOCA/Burundi und Naturland
  • 18.9. Kassel: mit Milan Bhattarei von Get Paper/Nepal und Ernest Ndumuraro von COCOCA/Burundi sowie Naturland

Mehr Informationen zur Tour sowie Details zu Veranstaltungsorten, Programm und Anmeldung werden auf der Website von WeltPartner veröffentlicht.

Auf Einladung von El Puente kommt Swapan Kumar Das, der Geschäftsführer von Prokritee in Bangladesch nach Deutschland. Swapan ist 53 Jahre alt und für Messen, Besuche von Handelspartnern oder Vernetzungstreffen der WFTO schon mehrfach in Europa gewesen. Er freut sich besonders auf den intensiven Austausch mit den Weltläden in Deutschland: "Ich bin begeistert. Ich freue mich sehr, über den Fairen Handel sprechen zu können. Denn der Faire Handel hilft den Menschen: Er stärkt Frauen, er schützt die Umwelt und unterstützt ganze Familien. Ich freue mich auf den Austausch zum Fairen Handel und darauf, zu sehen, wie Fairer Handel hier gelebt wird."

Prokritee ist Bengalisch und bedeutet übersetzt "Natur". In dieser Tradition werden alle Produkte von Hand und ausschließlich mit natürlichen oder recycelten Materialien gefertigt: Grußkarten aus handgeschöpftem Papier, Sessel aus recycelten Saris oder Taschen, gefertigt aus den Verschnitten der heimischen Textilindustrie. Neben den innovativen und besonders nachhaltigen Produkten stehen für das Fair-Handels-Unternehmen natürlich auch die sozialen Aspekte im Vordergrund. Prokritee arbeitet mit über 3.000 Produzent*innen. Die meisten von ihnen sind Frauen, darunter viele Witwen oder landlose Frauen. Viele von ihnen arbeiten in Führungspositionen. Prokritee unterstützt sie mit einem fairen Stückpreis für ihre handgearbeiteten Produkte sowie mit Sonderzahlungen, einem Rentenfonds und Schulungen. 

Wie setzt sich Prokritee für eine nachhaltige Produktion ein?
Dau sagt Swapan: „Seit Anfang an benutzen wir bei Prokritee traditionelles Kunsthandwerk um natürliche Materialien zu besonderen Produkten zu verarbeiten. Wir möchten aber nicht nur schöne Produkte herstellen, sondern der Gemeinschaft helfen. Wenn wir aus den Wasserhyazinthen Papier herstellen, befreien wir gleichzeitig die Flüsse von den wuchernden Pflanzen. Wenn wir die Reste der Textilindustrie nutzen für neue, schöne Produkte, vermüllen sie nicht die Straßen. Mit diesem Gedanken bin ich aufgewachsen: Helfe den Menschen und tue etwas Gutes.“

Sie haben Interesse, eine Veranstaltung mit Swapan Kumar Das durchzuführen? Für nähere Infos wenden Sie sich bitte an Anna-Maria Ritgen von El Puente (anna-maria.ritgen@el-puente.de)

Weitere Rundreisen von TransFair sowie den FAIR BAND-Mitgliedern Frida Feeling, Ethiquable und Café Chavalo sind in Planung. Die GEPA plant in diesem Jahr keine Rundreise zur Fairen Woche. Infos zu den weiteren Gästen, die Veranstaltungstermine sowie die Reiserouten der Gäste veröffentlichen wir nach und nach auf dieser Seite.