Die Faire Woche

Die Faire Woche ist ein bundesweiter Aktionszeitraum rund um das Thema Fairer Handel. Bei rund 5.000 Veranstaltungstagen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen informieren sich fast eine Millionen Menschen über den Fairen Handel. Bei Fairen Probieraktionen, Vorträgen und Gesprächen mit Produzentenvertretern, Fahrradtouren und vielfältigen anderen Aktionsideen wird der Faire Handel erlebbar. Die Akteure verfolgen das gemeinsame Ziel,  den Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. 

Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair e.V. und dem Weltladen Dachverband. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit des Forums plant und organisiert die Aktionswoche. Die Faire Woche wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED)/Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanziell gefördert. 

 

Faire Woche 2014

„Ich bin Fairer Handel“

Vom 12. bis 26. September 2014 findet die 13. Faire Woche statt. Bei der größten Aktionswoche des Fairen Handels werden auch in diesem Jahr wieder mehrere tausend Veranstaltungen bundesweit dazu einladen, den Fairen Handel kennenzulernen und Kaffee, Tee, Schokolade und andere fair gehandelte Köstlichkeiten zu genießen. Zahlreiche Veranstaltungen werden Gelegenheiten bieten, im Gespräch mit Akteuren des Fairen Handels wie z. B. Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen mehr über die Hintergründe und Wirkungen des Fairen Handels zu erfahren.

Mit der Fairen Woche 2014 wollen wir den Fairen Handel vor Ort sicht- und erlebbarer machen und stellen sie daher unter das Motto „Ich bin Fairer Handel“. Das Motto stellt die Verbindung zwischen dem Fairen Handel und den Verbraucherinnen und Verbrauchern her.

Dabei geht es zum einen um die Produkte, die an ganz vielen unterschiedlichen Stellen verfügbar sind, angefangen beim breiten Sortiment im Weltladen über die Bioläden und den Lebensmitteleinzelhandel bis hin zu Bäckereien und Tankstellen. Aber auch der wachsende Bereich der Gastronomie gehört dazu, wo fair gehandelte Produkte in immer mehr Cafés, Restaurants, Kantinen und Mensen konsumiert und genossen werden können. Zum Bereich der Produkte gehört auch der Aspekt der Herstellung, sowohl in den Ländern des Südens, aber auch bei immer mehr Produzentengruppen in Ländern des Nordens, die unter schwierigen Bedingungen wirtschaften und dabei ihre Arbeit an den Prinzipien des Fairen Handels ausrichten. Die Besuche von Handelspartnern, die ein wesentliches Element der Fairen Woche darstellen, bieten eine sehr gute Gelegenheit zum Austausch mit den Menschen am Anfang der Lieferkette und dienen somit ebenfalls dazu, den Fairen Handel konkret und sichtbar zu machen.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Aspekte, die mit dem Fairen Handel verbunden sind. Beispielsweise das breite gesellschaftliche Engagement in Weltläden, Aktionsgruppen, in Fairtrade-Towns und –Schools, bei kirchlichen und zahlreichen weiteren Akteuren, ohne das der Faire Handel nicht denkbar wäre. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine in Deutschland rund 100.000 Menschen ehrenamtlich im Fairen Handel tätig sind. Der Faire Handel als größte entwicklungspolitische Bewegung bietet somit zahlreichen Menschen Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, ihre Talente einzusetzen und sich weiterzuentwickeln.

Der Faire Handel ist aber auch ein wichtiges Lernfeld für Globales Lernen im Kindergarten, in der Schule und in der Erwachsenenbildung. Er bietet Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, globale Zusammenhänge zu erkennen, Bewertungen vorzunehmen und eigene Schlüsse daraus zu ziehen. Gleichzeitig gibt er Verbraucherinnen und Verbrauchern eine konkrete Handlungsalternative an die Hand und ermöglicht so den Schritt in die Praxis.

Der Faire Handel sollte bei Verbraucherinnen und Verbrauchen aber auch verstanden werden als etwas, was Spaß macht und Genuss bietet. Neue Produkte wie bunte Bambusschalen oder schicke Umhängetaschen aus Recyclingmaterialien sprechen neue Zielgruppen an und geben dem Fairen Handel ein modernes Image. Durch die Nutzung neuer Medien schafft der Faire Handel eine attraktive Form der Ansprache und lädt zum Mitmachen ein – sei es zum Kauf fair gehandelter Produkte, zur Teilnahme an Veranstaltungen oder zur Beteiligung an politischen Aktionen.

Der Faire Handel bietet viele lokale Anknüpfungspunkte – mit der Fairen Woche 2014 machen wir sie sichtbar –

  • als Einkaufsstätte - im Weltladen, Bioladen, Supermarkt, …
  • genussvoll - im Café, im Restaurant, zu Hause, bei Freunden, …
  • engagiert - im Weltladen, im Gottesdienst, in Fairtrade-Town-Steuerungsgruppen, in der Jugendgruppe, …
  • bei der Herstellung von Produkten - durch Handelspartner weltweit
  • als Lernort - in der Schule, im Weltladen, …
  • im Alltag - in der Betriebskantine, im Büro, in der Mensa, …

Wir freuen uns, wenn Sie sich auch in diesem Jahr wieder aktiv mit eigenen Veranstaltungen und kreativen Ideen an der Fairen Woche beteiligen.