Weitere Möglichkeiten des Engagements im Fairen Handel

Auch außerhalb der Fairen Woche können Sie aktiv dazu beitragen, den Fairen Handel bekannter zu machen. Hier haben wir einige Ideen für Sie zusammengestellt:

Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Für die Auszeichnung als Fairtrade-Town müssen Kommunen fünf Kriterien erfüllen. Träger der Kampagne "Fairtrade-Towns" ist TransFair e.V.

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Die Kampagne "Fairtrade-Schools" verankert den Fairen Handel im Schulalltag und schafft bei Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen von Fairtrade-Schüler*innenakademien können sie sich zu Fairtrade-Botschafter*innen ausbilden lassen. Über 500 Schulen mit dem Titel Fairtrade-School wagen den Blick über den Pausenhof hinaus in die Welt. Woher kommt der Pausensnack Banane? Wer baut den Kakao an, der im Schokoriegel steckt? Was kann man tun, damit die Bäuerinnen und Bauern in Afrika, Asien und Lateinamerika bessere Lebensbedingungen haben? Fairtrade-Schools geben Antworten auf diese Fragen und machen sich stark für den Fairen Handel. Die Fairtrade-Schools-Kampagne lässt sich auf vielfältige Art und Weise mit der Fairen Woche verknüpfen: Zum Beispiel könnt ihr eine Projektwoche mit Verkostungsaktionen oder ein Fußballturnier mit fairen Bällen organisieren und eure Mitschüler*innen über den Fairen Handel informieren.

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Das Interesse an der Kampagne Fairtrade-Universities wächst. Bereits 17 Hochschulen in Deutschland tragen den Titel, darunter die Universität des Saarlandes in Saarbrücken, die Leuphana Universität in Lüneburg und die Universität Bayreuth. Weitere, etwa die Universität zu Köln und die Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, stehen in den Startlöchern. Ziel der Kampagne ist die Förderung des Bewusstseins für fairen Handel auf dem Campus.  Dabei engagieren sich die Studierendenschaft, die Verwaltung sowie die gastronomischen Betriebe und Geschäfte der Hochschule gemeinsam für die Kampagne. Auch im Rahmen der Fairen Woche beteiligen sich die Steuerungsgruppen mit tollen Aktionen und Projekten.

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In der Schule gibt es viele Möglichkeiten, fair gehandelte Produkte zu verkaufen - es muss nicht gleich ein eigener Laden sein. Wie wäre es z.B. mit einem Bauchladen? Oder einem mobilen Verkaufs- und Informationsstand bei Schulfesten oder in der Schulcafeteria? Die fair gehandelten Produkte gibt es auf Kommission im lokalen Weltladen. So können Schüler*innen ein kleines Fair Handels-Unternehmen auf die Beine stellen und mit dem Gewinn ihre Klassenkasse aufbessern. 

Für ein größeres Projekt wäre eine Kooperation mit dem Weltladen denkbar - oder die Schüler*innen gründen einen "Fair Trade Point". Ein Fair Trade Point ist ein mobiler Verkaufs- und Informationsstand für fair gehandelte Produkte. Der Fair Trade Point wurde extra für Schulen und Unis entwickelt und wird von Schüler*innen betreut. Ein Weltladen in der Nähe stellt den Schüler*innen den Fair Trade Point zur Verfügung. Die Schüler*innen erhalten fair gehandelte Produkte bei Weltläden auf Kommission. Nicht alle, aber viele, Weltläden bieten den Schüler*innen diese Zusammenarbeit an.

Tipp: Weitere Infos zum Fair Trade Point gibt es im Leitfaden "Schulweltladen" (zu bestellen beim weltladen-Dachverband: versand@weltladen.de

Übrigens: Weitere Ideen zum Engagement für den Fairen Handel in der Schule gibt es auf der Website des Forum Fairer Handel

In jedem Weltladen können Sie ehrenamtlich mitarbeiten. Die Aktivitäten reichen von einem Verkauf einmal im Monat bis hin zur regelmäßigen Mitarbeit in allen Aufgabenbereichen. Gestalten Sie Schaufenster oder machen Sie bei Aktionen mit, oder stellen Sie dem Weltladen Ihre Fähigkeiten zur Verfügung, die Sie zum Beispiel aus Beruf und Studium mitbringen und lernen Sie so ganz nebenbei nette Leute kennen. Fragen Sie in Ihrem Weltladen! Die Adressen der Weltläden finden Sie hier.

Warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Vielleicht möchten Sie gerne einen eigenen Weltladen gründen, weil es in Ihrer Umgebung noch keinen gibt? Weil Sie viele Ideen haben, wie so ein Laden attraktiv zu gestalten und zu führen wäre und Sie damit Ihren Beitrag für eine gerechtere Welt leisten möchten? Hilfestellung bei der Neugründung und erfolgreichen Führung eines Weltladens, bei Gestaltungsfragen, Produktauswahl und Finanzplanung geben Ihnen der Weltladen-Dachverband, die Fair-Handels-Berater*innen und die Fair-Handels-Unternehmen. Fragen Sie konkret danach!