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GWÖ - Salon in der Fairen Woche: Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel

20095 Hamburg
 

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich seit über 40 Jahren dafür ein, dass Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung die Werte für Handelsstrukturen und -praktiken bilden: allen beteiligten Akteuren der Lieferkette soll durch ihre Arbeit ein angemessener und würdiger Lebensstandard ermöglicht werden. Der Faire Handel stellt nicht die Mehrung des Finanzgewinns in den Fokus, sondern den Aufbau stabiler, gerechter und gemeinschaftlicher Lieferketten – und hat damit enge Schnittstellen zu einer Gemeinwohlbilanz.

Der Faire Handel gibt den (benachteiligten) Produzent*innen weltweit die Möglichkeit, sich unabhängig von Machtkonzentrationen der globalen Player und jenseits von Main-Stream-Märkten zu positionieren. Einige Instrumente des Fairen Handels sind unter anderem die Zusicherung fester Rohstoffpreise und die Zahlung von Vorschüssen und Prämien. Transparenz und partnerschaftliche Ansätze entlang der Lieferkette sind dafür wichtige Ansätze. Gemeinsam wollen wir über Verständnisse von Gemeinwohl und Gemeinwohlökonomie reden und Schnittstellen zum Fairen Handel identifizieren. Dr. Anke Butscher von der GWÖ Hamburg wird dazu einen profunden Einblick geben. Im Rahmen einer Gemeinwohlbilanz hat die Fairhandels-Importorganisation El Puente ihre Handelsstrukturen offengelegt und berichtet im GWÖ-Salon über diesen Prozess. Sie gibt Einblicke, wie unnötiger Zwischenhandel ausgeschaltet und gerechter Lohn an die Produzent*innen weitergeben werden kann. Zu Gast ist auch Nelson Perez von der bolivianischen Kooperative ANAPQUI, die Quinoa unter fairen Bedingungen anbaut, weiterverarbeitet und handelt. Viele Mitglieder von ANAPQUI können den Klimawandel im Hochland von Bolivien spüren, er verändert ihr Leben und die Anbaubedingungen für Quinoa. Im Gespräch erfahren wir, wie ANAPQUI als Kooperative in Bolivien Gemeinwohl versteht und welche Herausforderungen dabei zu überwinden sind. Welche Bedeutung hat das Gemeinwohl im Fairen Handel und welche Entwicklungen und Instrumente sind notwendig, um das Gemeinwohl in Lieferketten weiter zu stärken?

Diskussion mit
Dr. Anke Butscher – corsus Unternehmensberatung und GWÖ-Beraterin
Anna Wolf – El Puente (GWÖ-bilanzierte Fairhandels-Importorganisation)
Nelson Perez – ANAPQUI (Quinoa-Produzent von El Puente)

Moderation
Karin Heuer – (Referentin für Umwelt + Bildung)

Die Veranstaltung findet auf Spanisch und Deutsch statt und wird übersetzt.

Anschließende Verkostung mit Quinoa-Salat

Über die GWÖ:
„Die Wirtschaft soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt“. Dies ist Leitbild und Handlungsmaxime der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die GWÖ ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft. Sie möchte in einem transparenten, demokratisch-partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein Wirtschaftssystem etablieren, in dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Seit einigen Jahren ist die international agierende Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung auch in Hamburg aktiv und gewinnt immer mehr Unterstützer*innen.

Anmeldungen bitte per mail an: christina.holst@ecogood.org

Kategorien: Produzentengäste, Vortrag/ Podiumsdiskussion, Veranstaltung in der Gastronomie

Veranstaltungsort:
Rathauspassage
Unter dem Rathausmarkt
20095 Hamburg
Kontaktinformationen:
Mobile Bildung e.V.
Christine Priessner
info@fairtradestadt-hamburg.de
Telefon: 040/88156689
www.fairtradestadt-hamburg.de