Unser Rundreisegast: Lucio Calix Nicolas von Combrifol aus Honduras
Zur diesjährigen Rundreise freuen wir uns unter anderem auf den Besuch von Lucio Calix Nicolas. Lucio ist Mitglied der Kaffeekooperative COMBRIFOL und baut auf seinem eigenen Kaffeefeld in Honduras Kaffee an. Vom 11. bis 20. September ist er in Deutschland unterwegs und nimmt in diesem Zeitraum an ausgewählten Veranstaltungen der Fairen Woche teil. Dort berichtet er über seine Arbeit, seine Erfahrungen im Fairen Handel und darüber, was Vielfalt für ihn bedeutet. Gleichzeitig möchte er den direkten Austausch mit Akteur*innen der Fair-Handels-Szene suchen.
Lucio stellt sich vor
Ich bin Lucio Calix Nicolas, 24 Jahre alt, und komme aus Honduras.
Ich freue mich sehr, im Rahmen der Fairen Woche nach Deutschland zu kommen und etwas über mein Leben und meine Arbeit im Kaffeeanbau zu erzählen.
Kaffee gehört schon lange zu meinem Alltag. Meine Mutter, die selbst Kaffee anbaut, hat mich dabei besonders geprägt und inspiriert. Durch sie habe ich früh erlebt, wie viel Einsatz, Wissen und Hoffnung in dieser Arbeit steckt.
Auch wenn ich eine Ausbildung als Mechaniker gemacht habe, hat es mich zurück zum Kaffee gezogen. Heute arbeite ich auf meiner eigenen Parzelle und kümmere mich dort um alles, was anfällt – von der Pflege der Pflanzen bis zur Ernte.
Ich wünsche mir, auch in Zukunft guten Kaffee anzubauen, davon leben zu können und den Menschen in Deutschland einen kleinen Einblick in meinen Alltag als junger Kaffeeproduzent in Honduras zu geben.
Die Kooperative - Combrifol
COMBRIFOL ist eine Kooperative aus den Bergen von Marcala in Honduras, in der hochwertiger Bio-Kaffee, Gemeinschaft und Zukunftsperspektiven zusammenkommen.
Die Genossenschaft wird von indigenen Lenca-Familien getragen, die gemeinsam daran arbeiten, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und unabhängiger zu werden.
Neben dem Anbau und Export von zertifiziertem Bio-Kaffee setzt COMBRIFOL auf demokratische Mitbestimmung, solidarische Strukturen und agroökologische Anbaumethoden. Dazu gehören zum Beispiel organische Dünger, Mischkulturen und biologische Schädlingsbekämpfung. So verbindet die Kooperative Umweltverantwortung mit hoher Kaffeequalität.
Der Faire Handel hat entscheidend dazu beigetragen, dass COMBRIFOL eigene Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen aufbauen konnte. Gleichzeitig schafft die Kooperative vor Ort Einkommen, stärkt Frauen, fördert junge Menschen durch Bildungsangebote und eröffnet neue Perspektiven für die Region. COMBRIFOL steht damit nicht nur für guten Kaffee, sondern auch für Selbstbestimmung, Solidarität und nachhaltige Entwicklung.