Logo der Fairen Woche

Die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland

Unser Rundreisegast: Gilbert Nsabimana von COCOCA aus Burundi

Zur diesjährigen Rundreise freuen wir uns unter anderem auf den Besuch von Gilbert Nsabimana. Gilbert ist Programm-Manager „Agroforst in Burundi“ des Kaffee-Kooperativen-Verbandes COCOCA Deutschland. Er wird vom 24.09. bis 7.10.2026, vor allem in
Baden-Württemberg, dem Partnerschaftsland von Burundi, unterwegs sein. Dabei wird er zu Beginn seiner Rundreise das „International Fair Trade Symposium der Universität Köln“ mit einem Workshop und mehreren Inputs bereichern. Weitere Besuchsstationen sind die
Weltläden in Köln, Stuttgart, Balingen und Ellwangen, zu denen jeweils auch die umliegenden Weltläden als Gäste erwartet werden. Begleitet wird er von Thomas Hoyer, bis 2025 Vorstand der Fair Trade Genossenschaft WeltPartner und nun als Projektkoordinator des Agroforst-Projektes engster Vertrauter von Gilbert. Beide werden auf ihrer Tour am Beispiel des „Café du Burundi“ aufzeigen, wieviel größer der Impact für die Kleinbäuer*innen-Familien sein kann, wenn fair+bio-Kaffee aus Agroforst-Systemen, wie in Burundi seit 2020 erfolgreich umgesetzt, stammt.

Gilbert stellt sich vor

Ich heiße Gilbert Nsabimana, bin 51 Jahre alt und wohne inzwischen in Burundis Hauptstadt Bujumbura, direkt am großen Tanganyika-See. Ich liebe Bäume – besonders welche wie diese besondere Ficus-Art, bei uns genannt „umuvumu“ – das passt natürlich zu meinem Job, denn schließlich bin ich seit mehreren Jahren der Agroforst-Programm-Manager von COCOCA.
Ich bin sehr gespannt, was mich alles auf meiner Rundtour in Deutschland erwartet. Dort werde ich sowohl diejenigen besuchen, die unseren Kaffee aus Agroforst verkaufen – aber auch Sponsoren unseres sehr erfolgreichen Agroforst-Programms. Für diese sicherlich spannenden Wochen lasse ich sogar mal kurzzeitig meine geliebte Familie zurück. Denn ich weiß, dass ich mit meiner Arbeit viel Positives für die tausenden von Familien erreichen kann, die Teil des Agroforst-Projekts geworden sind. Dass wir nur mit geringem Budget einen so großen Impact für zigtausende in Burundi erreichen – das macht mich schon etwas stolz. Dafür engagiere ich mich gerne und dafür werbe ich natürlich auch entsprechend hier auf meiner Rundreise. Denn ich hatte schon einige Jobs vor diesem bei COCOCA, aber dieser ist wirklich etwas Besonderes für mich, viele Genossenschaftsmitglieder und die Umwelt in Burundi. 

Der Kaffeekooperativen-Verband COCOCA

COCOCA wurde 2012 nach der Privatisierung des vorher komplett verstaatlichten Kaffeehandels gegründet und umfasst heute 31 Kooperativen mit knapp 30.000 Mitgliedern. Verteilt auf alle Regionen von Burundi und in Höhenlagen von 1.300 bis 1.800 Metern
wächst ein einzigartiger Hochland-Arabica-Kaffee heran, der in den Kooperativen eigenen Nassverarbeitungsanlagen verarbeitet wird. Jährlich werden so bis zu 1.700 Tonnen Rohkaffee gewonnen und zum größten Teil nach Europa exportiert. 15 Kooperativen sind fair zerti-
fiziert, in den nächsten Jahren werden bis zu 14 Kooperativen auf Bio-Anbau umgestellt sein. Erstmals besuchte Thomas Hoyer 2014 COCOCA mit der Idee, den ersten Fair Trade zertifizierten Kaffee aus Burundi zu importieren und in Weltläden anzubieten. Diesem Erfolg folgte
die Umstellungsphase auf den ersten ökologisch angebauten Kaffee, den „Café du Burundi“ als Kooperationsprojekt von COCOCA und WeltPartner. In 2019 initiierte Thomas Hoyer dann mit Unterstützung der Landesregierung von Baden-Württemberg das Projekt „Agroforst
in Burundi“. Von diesem profitieren unter der Federführung der gemeinnützigen „WeltPartner schafft Zukunft eG“ inzwischen 13.555 Familien in 20 Kooperativen in Burundi. Agroforst kann so viel mehr als nur fairen Kaffee „produzieren“. Es geht in erster Linie um
die Erhöhung der Ernährungssouveränität, der Wiederaufforstung von kahlen Flächen zur Reduzierung der Bodenerosion und zur wertvollen CO2-Bindung, der Diversifizierung von Ernten und Einkommensmöglichkeiten, sowie der erfolgreichen Erhöhung verlorengegangen-
er Artenvielfalt von Fauna und Flora. Dies alles schafft wertvolle Perspektiven für Burundi!

Cookies & Drittinhalte

Social Media Feeds (juicer.io)
Google Maps
Videos (YouTube und Vimeo)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Alle akzeptieren Speichern Alle ablehnen