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Die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland

Unsere Rundreisegäste: Elsi Pereira und Sonia Vásquez aus Honduras

Zur diesjährigen Rundreise freuen wir uns auf den Besuch von Elsi Pereira von der Kaffee-Kooperativen APROCOMSA und Sonia Vásquez vom Fairtrade-Produzentennetzwerk CLAC. Wie viel Arbeit, Wissen und Leidenschaft in einer Tasse Kaffee stecken, zeigt uns Elsi Pereira, die verschiedene Faire Woche-Events in Deutschland besuchen wird. Die Bio-Kaffeebäuerin ist Mitglied der Fairtrade-zertifizierten Produzentenorganisation APROCOMSA. Auf ihrer Rundreise gibt sie persönliche Einblicke in ihre Arbeit und berichtet, welche Auswirkungen Klimawandel, schwankende Kaffeepreise und andere Herausforderungen auf den Kaffeeanbau in Honduras haben. Besonders wichtig sind ihr die Förderung des Nachwuchses im Kaffee-Anbau sowie die Förderung von Frauen innerhalb der Kooperative. 

Begleitet wird Elsi durch Sonia Vásquez, Länderbeauftragte für Honduras beim Fairtrade-Produzentennetzwerk CLAC. Sonia ist Expertin für Fragen rund um die Wirkung von Fairtrade, Vermarktungsstrategien, die Umsetzung der EU-Richtlinien und Frauenförderung in den Produzentenorganisationen. Sie freut sich darauf, während ihrer Rundreise in Deutschland den Menschen die Bedeutung des fairen Handels für die Kleinbauernfamilien in Honduras näher zu bringen.

Elsi stellt sich vor

Ich bin Elsi, 32 Jahre alt und Kaffeebäuerin aus Marcala in der Provinz La Paz. Auf meiner Kaffeefarm arbeite ich jeden Tag daran, hochwertigen Kaffee anzubauen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen unserer Region zu schützen.

Der Kaffeeanbau in Honduras bringt viele Herausforderungen mit sich. Schädlinge und Pflanzenkrankheiten bedrohen unsere Ernten. Es fehlen Arbeitskräfte, weil viele Menschen aus den ländlichen Regionen abwandern. Besonders deutlich spüre ich die Folgen des Klimawandels, der unsere Erträge stark beeinflusst. 

Ich wünsche mir, dass die Arbeit von Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern durch gerechtere Preise stärker wertgeschätzt wird. Außerdem liegt es mir am Herzen, junge Menschen für den Kaffeeanbau zu begeistern sowie besonders Kaffee-Produzentinnen zu stärken, denn Frauen spielen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle.

Durch Fairtrade habe ich Zugang zu besseren Marktbedingungen, einem faireren Preis und zur Fairtrade-Prämie, die wir in unsere Kaffeeproduktion investieren. Wir nehmen an Schulungen teil, setzen Aufforstungsmaßnahmen um und stellen unsere Betriebe breiter auf. Die zusätzlichen Einnahmen helfen mir dabei, die Lebensbedingungen meiner Familie zu verbessern und meine Farm widerstandsfähiger für zukünftige Herausforderungen zu machen.

Die Kooperative - APROCOMSA

APROCOMSA ist eine Fairtrade-zertifizierte Organisation von Kaffeeproduzent*innen im Westen von Honduras, die sich für nachhaltigen Kaffeeanbau, den Schutz der Wälder und den verantwortungsvollen Umgang mit den Folgen des Klimawandels einsetzt. Durch Schulungen, Wissensaustausch und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen unterstützt die Organisation ihre Mitglieder dabei, umweltfreundliche Anbaumethoden weiterzuentwickeln, den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu begegnen. So trägt APROCOMSA dazu bei, die Lebensgrundlagen der Kaffeebäuerinnen und -bauern langfristig zu sichern und hochwertigen Bio-Kaffee zu produzieren.

Sonia stellt sich vor

Ich bin Sonia Vásquez, 53 Jahre alt und als Länderbeauftragte für Honduras beim Fairtrade-Produzentennetzwerk CLAC beschäftigt. Zu meinen Hauptaufgaben gehört, dass ich Kooperativen und zu den Fairtrade-Standards und relevanten EU-Richtlinien schule und sie zu Anbautechniken berate.

Als Projektmanagerin bekomme ich tiefe Einblicke in die Produzentenorganisationen und kann Beratungen und Schulungen anbieten, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. Gemeinsam mit den Kleinbauernfamilien erarbeite ich auch Pläne zur Anpassung an den Klimawandel und zur Umsetzung umweltfreundlicher Praktiken sowie Weiterbildungsprogramme zum Thema Frauen in Führungspositionen. 

Das Fairtrade-Produzentennetzwerk CLAC

CLAC (Coordinadora Latinoamericana y del Caribe de Pequeños Productores y Trabajadores de Comercio Justo) ist das Fairtrade-Produzentennetzwerk für Lateinamerika und die Karibik. Es vertritt die Interessen von Kleinbäuer*innen, Plantagenbeschäftigten und ihren Organisationen in der Region und stärkt ihre Mitbestimmung innerhalb des internationalen Fairtrade-Systems.

CLAC unterstützt Produzentenorganisationen unter anderem mit Schulungen, Beratung und Vernetzung zu Themen wie nachhaltiger Landwirtschaft, Klimaanpassung, Menschenrechten und Organisationsentwicklung. Gleichzeitig bringt das Netzwerk die Perspektiven der Produzent*innen in die Weiterentwicklung der Fairtrade-Standards und -Strategien ein.

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