Neuer "Trassenkaffee" der GEPA

- Santiago Paz López reist während der Fairen Woche durch Deutschland.
Wuppertal. "Perspektiven schaffen - Fair handeln": dies Motto der bundesweiten Fairen Woche 2009 trifft auch auf die Entwicklung beim GEPA-Handelspartner CEPICAFÉ aus Peru zu: "Durch den Fairen Handel mit der GEPA hat sich die Situation der Kleinbauern enorm verbessert", erklärt Santiago Paz López, Vize-Geschäftsführer von CEPICAFÉ. "Wir konnten mehr als doppelt so viel an die Mitglieder zahlen, als diese auf dem lokalen Markt bekommen hätten. Die Mitglieder nutzen die Chance, sich weiterzubilden, haben ihre Häuser renoviert und können ihre Kinder zur Schule schicken. Sie haben jetzt eine andere Sicht auf das Leben."
Während seiner Rundreise zur Fairen Woche war der Vertreter der peruanischen Kleinbauern auch beim fairen Brunch der GEPA im Weltcafé in Wuppertal zu Gast. Mango-Maracuja-Ananas-Konfitüre (Pide Mango), Ananas-Limetten-Konfitüre (Pide Pina) und Orangenmarmelade (Pide Naranja), schmeckten auf Quinua-Brötchen aus Fairem Handel.
Der Genossenschaftsverband CEPICAFÉ konnte über den Fairen Handel seine Existenz auf verschiedene Standbeine stellen: Neben dem Anbau von Bio-Kaffee kam auch Bio-Kakao dazu und seit 2008 bezieht die GEPA von dort fruchtige Marmelade und Konfitüren für ihr Weltladen Exklusiv- Sortiment, das es ausschließlich in Weltläden zu kaufen gibt. Diese Ausweitung der Produktpalette spielt eine große Rolle für die Existenzsicherung der Handelspartner im Süden – gerade auch in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise. "Das ist für uns sehr wichtig, denn der konventionelle Handel mit Kaffee als globalisiertem Produkt ist sehr riskant." Die Bauern erhalten durch den Verkauf ihrer Ananas oder Orangen an CEPICAFÉ ein zusätzliches Einkommen, und es entstanden etwa 20 neue Arbeitsplätze durch die Herstellung der Marmeladen und Konfitüren in einer eigenen Verarbeitungsanlage.
"Fairer Handel kann in Zeiten der Wirtschaftskrise ein wichtiger Baustein sein, andere Wege des Wirtschaftens zu gehen, in denen sich ökologische und soziale Verantwortung verbinden", so GEPA-Geschäftsführer Thomas Speck. "Die Krise hat ein großes Fragezeichen gesetzt hinter die Art und Weise, wie in den letzten Jahrzehnten mit der Umverteilung von Schwächeren zu Stärkeren gewirtschaftet wurde. Ich freue mich, wie die neueste Studie des Forums Fairer Handel belegt, dass Fairer Handel in Deutschland trotz der Krise nachhaltig wächst: 44 Prozent der Befragten haben angegeben, faire Produkte zu kaufen, ein Anstieg zu 2007 um 6,7 Prozent."
Weltcafé in der CityKirche Wuppertal unterstützt Jugendliche
Seit Januar 2008 betreibt die GESA (Gemeinnützige Gesellschaft für Entsorgung, Sanierung und Ausbildung) das Café in der CityKirche im Zentrum von Elberfeld. Hier bildet die GESA junge Menschen zu Fachkräften im Gastgewerbe aus. Angeboten und ausgeschenkt werden auch faire GEPA-Produkte. Infos unter www.gesaonline.de
Weichen gestellt für neuen Trassenkaffee
Auf seiner Reise von den Anden ins Bergische besichtigte Santiago Paz López auch ein Teilstück der Nordbahntrasse und stellte am Ottenbrucher Bahnhof mit Olaf Nagel von der Wuppertal-Bewegung, Werner Löbbert (Marktleiter Akzenta Barmen) und Jorge Inostroza, Leiter der GEPA-Abteilung Weltläden und Regionales Fair Handelszentrum West, den neuen "Trassenkaffee" der GEPA vor. Rohkaffee von CEPICAFÉ ist im Trassenkaffee enthalten. Die Wuppertal-Bewegung setzt sich dafür ein, dass die stillgelegte Nordtrasse quer durch Wuppertal ein Rad- und Wanderweg zur Naherholung wird. Infos unter www.wuppertalbewegung.de
Faire Woche im Lebensmittel- Bio- und NaturkosthandelAuch in vielen Supermärkten und Bio-Märkten gibt es Aktionen zur Fairen Woche. So fand am 14.9. in Kohl´s E-Center (Edeka-Markt) in Lahr eine GEPA-Verkostung mit Innenminister Wolfgang Schäuble statt. Rundreise Santiango Paz López, CEPICAFÉ
Unter www.gepa.de gibt es weitere Informationen zu GEPA-Aktionen in der Fairen Woche.Aufzeichnung GEPA-TV vor dem Barockschloss in LudwigsburgAm 21. 9. wird eine neue Folge des Fair Handelsmagazins GEPA-TV aufgezeichnet, diesmal bei einer fairen Kaffeetafel vor dem Barockschloss Ludwigsburg und in der angrenzenden Kürbisausstellung des "Blühenden Barock" - der großen dauerhaften Gartenschau in Deutschland. Vertreter vom Dritte-Welt-Laden Ludwigsburg, der Stadt Ludwigsburg und der Caféteria am Rosengarten stellen mit Santiago Paz López den Ludwigsburger Städtekaffee "Barockkaffee" vor, in dem der Bio-Kaffee "Pidecafé" von CEPICAFÉ enthalten ist.Die Aktionswoche zum Fairen Handel wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed), Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfs-werk MISEREOR finanziell gefördert. Sie ist eine Aktion des Forums Fairer Handel, dem Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland: www.forum-fairer-handel.de.Die GEPA handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation seit mehr als 30 Jahren mit Genossenschaften und sozial engagiertenPrivatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu fairen Preisen und langfristigenHandelsbeziehungen. Hinter der GEPA stehen Misereor, der EvangelischeEntwicklungsdienst (eed), die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt".
Weitere Informationen sowie den Online-Shop gibt es unter www.gepa.de
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