Tropische Drinks und Ökofaire Bananen im Landtag

Faire Woche im Landtag Baden-Württemberg

Baden-Württemberg. Der Einladung des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB, folgten 15 Landtagsabgeordnete sowie zahlreiche Akteure, Unterstützer und Interessierte des Fairen Handels.  

Begrüßt wurden sie mit einem leckeren Drink aus fair gehandelter Kokosmilch aus Thailand und Mangosaft aus den Philippinen. Genießen, etwas für die Gesundheit tun und dabei noch etwas Gutes bewirken,  so resümierte der stellvertretende Landtagspräsident Wolfgang Drexler in seiner Begrüßung und überreichte jedem Landtagsabgeordneten ein Ökofaires Lunchpaket. Denn unter dem Motto "Doppelt gut! Bio im Fairen Handel" geht es in der diesjährigen Fairen Woche nicht nur um die Förderung einer weltweiten fairen Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht, sondern auch um biologische Produktion und Verarbeitung.

Dass es bei der biologischen Herstellung nicht nur um die Gesundheit der KonsumentInnen hier geht betonte der Gastredner aus Ecuador, David Romero, Präsident der Vereinigung der Bio-Bananen-Bauern der Dachorganisation kleinbäuerlicher Erzeuger UROCAL. Sein beeindruckender Bericht machte deutlich, dass der konventionelle Anbau mit seinem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden die Bauern und Landarbeiter krank macht und z.B. zu schweren Krebserkrankungen führt. Er berichtete auch, dass zurzeit in den USA Prozesse gegen Hersteller dieser gesundheitsschädigenden Stoffe geführt werden. Er betonte, dass der Faire Handel sowohl ein besseres Einkommen bedeutet, für Kleinbauern wie auch für Landarbeiter, dass er aber auch Investitionen in die Entwicklung der Genossenschaft und in die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region ermöglicht.

Thomas Hoyer von dwp Ravensburg, einer Fairen Importorganisation, wies darauf hin, dass der Faire Handel ein wirksames Instrument der Armutsbekämpfung sei und dass inzwischen 1,6 Millionen Familien weltweit davon profitieren.

Sehr angetan äußerte sich die DEAB Geschäftsführerin Claudia Duppel über den Beschluss des Landtages, in der Beschaffung des Landes ausbeuterische Kinderarbeit auszuschließen. Der Faire Handel könne bei der Umsetzung ein verlässlicher Partner werden, da er ausbeuterische Kinderarbeit zuverlässig ausschließe, seine Kriterien professionell überwache und dabei Produkte von hoher Qualität liefere.

Ansprechpartnerin:
Claudia Duppel
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.
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