Produzentenbesuche zur Fairen Woche 2010

Zur Fairen Woche 2010 waren fünf Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen in Deutschland zu Gast. Von zwei von Ihnen stehen kurze Interview-Filme zur Verfügung.

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Die Produzentengäste besuchten rund 90 Veranstaltungen während der Fairen Woche und vermittelten anschaulich die Lebensbedingungen in ihrer Heimat und die Notwendigkeit des Fairen Handels.

Rückmeldungen wie diese auf den Besuch von Jim Kenyanya zeigen die Bedeutung der Informationen aus erster Hand:

"Wir denken, dass die, die euch erlebt haben, die besten Multiplikatoren und Motivatoren des Fairen Handels sind. Vielen Dank für euer Engagement - authentischer geht es nicht." Reinhard und Charlotte Schülzke, Frankfurt Oder

 

Jim Kenyanya

Ana Fierro, Urocal, Ecuador

Auf Einladung des Fairhandels-Importeurs El Puente kam zur Fairen Woche 2010 Jim Kenyanya, der Geschäftsführer von smolart, dem Speckstein-Partner von El Puente aus Kenia, nach Deutschland um über die Lebenssituation in seinem kleinen Dorf in Kenia, das Handwerk des Specksteinschneidens und über die Auswirkungen des Fairen Handels zu berichten.

Smolart (Small, Medium or Large Art) ist eine Selbsthilfegruppe, die in einem Dorf in der Nähe der Kleinstadt Tabaka zu Hause ist. Das Projekt ist Anfang der 90er Jahre aus der Ebayangu Womengroup hervorgegangen. Heute sind etwa 200 Familien Mitglied der Selbsthilfegruppe. Zweck der Selbsthilfegruppe ist es, jedem Mitglied die Möglichkeit zu selbständiger und eigenverantwortlicher Arbeit zu bieten, da die Landbevölkerung oft keinerlei Zugang zum offiziellen Arbeitsmarkt hat. Mit den Erträgen finanzieren die Kunsthandwerker und -werkerinnen die Ausbildung ihrer Kinder und ermöglichen ihren Familien einen höheren Lebensstandard und bessere Lebensbedingungen.

 

Jim Kenyanyas Reiseroute führte ihn durch Norddeutschland und in die ostdeutschen Bundesländer. Seine Reiseroute können Sie hier nachlesen (pdf/ 17 KB).

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Portrait von Jim Kenyanya (pdf/ 49 KB)

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Zwei Interviews mit Jim Kenyanya (Hörfunk und TV) können Sie sich hier ansehen/anhören:

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Reginaldo Vicentim

Auf Einladung der Siegel-Initiative TransFair e.V. kam der Geschäftsführer der Kooperative COAGROSOL (Brasilien), Herr Reginaldo Vicentim, nach Deutschland. COAGROSOL liefert Orangensaftkonzentrat, Mangopüree und weitere Zutaten für fair gehandelte Fruchtsäfte. Herr Vicentim hat über die Wirkungen des Fairen Handels für die Kleinbauernfamilien und die Saisonarbeitskräfte vor Ort berichtet.

Ein ausführlicheres Portrait von Herrn Vicentim und COAGROSOL können Sie hier herunterladen (pdf/ 104 KB).

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 Rückblick auf die Reiseroute (pdf/ 26 KB).

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Ein Interview mit Reginaldo Vicentim können Sie sich hier ansehen.

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Basilio Chales Pablo

Basilio Chales Pablo

Basilio Chales Pablo, geb. am 17.06.1979, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Todos Santos Cuchumatan in der Provinz Huehuetenango in Guatemala.

Nach Absolvierung der Schulausbildung (Grundschule und Gymnasium) hat er an der Universität San Carlos in Guatemala ein Studium der Ingenieurwissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Er ist Mitglied in der Kaffeekooperative Todosanterita, die ihrerseits Mitglied von FEDECOCAGUA ist.

Basilio spricht die Lokalsprache Mam, spanisch und englisch. Z. Zt. arbeitet er bei FEDECOCAGUA in der Abteilung für nachhaltige Entwicklung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Mitgliedskooperativen von FEDECOCAGUA auf  die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Siegel- und Zertifzierungsorganisationen weltweit vorzubereiten.

Die Kooperative Todosanterita liegt 370 km (das entspricht 8 ½ Autostunden)  nordwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt. Die Anbauflächen der Mitglieder liegen in Höhen zwischen 1350 und 1650 m über dem Meeresspiegel. Die Kooperative zählt z. Zt. 131 Mitglieder, davon sind 30 Frauen und 101 Männer.

Basilio über den Fairen Handel: „Der Faire Handel ist für den kleinen Produzenten eine echte Alternative. Durch FEDECOCAGUA und den Fairen Handel haben wir bessere Wettbewerbschancen auf dem internationalen Markt. Die Kooperativen müssen für die Teilnahme am Fairen Handel viele Kriterien erfüllen, dank FEDECOCAGUA gelingt das aber in den meisten Fällen, weshalb wir sagen können, dass unsere Arbeit heute nachhaltig erfolgreich ist.“

Portrait von Basilio Chales Pablo (pdf/ 90 KB)

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Rückblick auf Basilio Chales Pablos Reiseroute. (pdf/ 22 KB)


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Vertreter/innen von Bananen-Kleinbauernkooperativen

Auf Einladung des Fair-Handels-Importeurs BanaFair kamen eine Vertreterin von der Kooperative APPTA/Costa Rica (Bananen und Bananenpüree/Kakao) und ein Vertreter von UROCAL/Ecuador (Bananen und Bananenpüree) nach Deutschland.

Joaquín Vásquez

Joaquín Vásquez

Joaquín Vásquez ist Präsident des Kleinbauern-Dachverbandes UROCAL. Er ist 52 Jahre alt, verheiratet mit Marielita Armijos. Das Ehepaar hat fünf Kinder und lebt im Ort Shumiral, wo sich auch das historische Zentrum von UROCAL befindet. Die Familie baut v.a. Kakao an und produziert Nutzholz.

Joaquín Vásquez gehörte, wie seine Frau, in den siebziger Jahren zu den teilweise noch jugendlichen Aktiven der damaligen Bauernbewegung in der Küstenregion, die sich das Recht auf die Nutzung brachliegenden Landes erkämpften. Aus dieser Bewegung ist UROCAL entstanden, Joaquín Vásquez gehört zu den Gründungsmitgliedern und ist seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen für UROCAL tätig, zuletzt als gewählter Präsident. Daneben engagiert er sich in FENOCIN, der nationalen Föderation der Organisationen von Campesinos, Indígenas und Schwarzen in Ecuador.

Noch mehr über Joaquín Vásquez erfahren Sie in seinem Portrait. (pdf/ 48 KB)

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Rückblick: Reiseroute von Joaquín Vásquez. (pdf/ 71 KB)

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Lesly Hurtado Pedrol

Umladung der geernteten Bananen

Lesly Hurtado Pedrol ist Mitglied von APPTA und arbeitet als Produzentin in der Region Talamanca in Costa Rica. Das Gebiet gehört zu dem indigenen Reservat Keköldi in der Nähe des Nationalparks Cahuita zwischen dem Sixaola Tal und der Küste. Lesly Hurtado Pedrol ist außerdem Studentin der Agrarwissenschaft, im Leitungskreis ihrer indigenen Gemeinde und im Vorstand von APPTA. Sie gehört zu der Ethnie der Ngobe Gublé, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

APPTA ist eine Organisation von Kleinproduzent/innen in der karibischen Talamanca-Region im Süden Costa Ricas, die biologisch Kakao, Bananen und andere tropische Früchte produzieren.Exportiert werden Kakao und getrocknete Bananen sowie Bananenpüree.

Zu den Mitgliedern gehören u.a. Indigene der Bribris und Cabecares, von Mestizen und Afrokariben. Der Frauenanteil liegt bei 35%. APPTA versucht nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung mit der Lebensweise der Indigenen und dem Erhalt des sensiblen Ökosystems in Einklang zu bringen. Die Region Talamanca verfügt über die viertgrößte Biodiversität weltweit. Etwa 30% des Gebietes sind indianische Reservate, wo die Menschen in kulturell reicher Tradition, aber auch in großer Armut leben. Heute profitieren mehr als 1200 Familien von der Arbeit von APPTA.

APPTA ist biozertifiziert nach EU Bio-Verordnung sowie Fairtrade-zertifiziert nach den Standards von FLO. BanaFair bezieht von APPTA Bananenpüree, das z.B. in den Lassis von El Puente sowie in den BanaFair-Smoothies verarbeitet ist.

 

Rückblick: Reiseroute von Lesly Hurtado Pedrol. (pdf/ 71 KB)

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