Produzentenbesuche zur Fairen Woche 2009
Zur Fairen Woche 2009 waren fünf Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen in Deutschland zu Besuch und berichteten bei verschiedenen Veranstaltungen von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel.
Fotos der Besucherinnen und Besucher in höherer Auflösung finden Sie in der Rubrik Pressefotos.
Außerdem finden Sie kurze Interviews in der Rubrik Film und Audio.
Ana Fierro und Juan Pio Quezada

UROCAL, Ecuador
Ana Fierro
Ana Fierro ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Sie bewirtschaftet mit ihrer Familie eine gut zwei Hektar große Finca in der Gemarkung Corralitos, Provinz El Oro. Als Bio-Bananen-Produzentin ist sie bei UROCAL seit zwei Jahren dabei.
Ana Fierro besuchte Deutschland auf Einladung der Importorganisation BanaFair und nahm während der Fairen Woche an den folgenden Veranstaltungen teil:
14.09. Berlin: Offizielle Eröffnung der Fairen Woche
15.09. München: Info-Nachmittag Naturkost Südbayern
16.09. Weltladen Saarbrücken: Bananenparcours (nachmittags)
16.09. Weltladen Trier: Info-Abend
17.09. Weltladen Frankenthal: Schulbesuch (vormittags)
17.09. Weltladen Mutterstadt: Info-Abend
18.09. Weltladen Karlsruhe: Agenda-Markt
20.09. Augsburg: Teilnahme an der Fachmesse "Bio-Süd"
21.09. Weltladen Witzenhausen: Info-Abend
22.09. Weltladen Mainz: Info-Abend
23.09. WL Mainz: Schulbesuch (vormittags)
23.09. Weltladen Eppertshausen: Info-Abend
24.09. Weltladen Winnenden: Wochenmarkt
25.09. Eislingen: Abschluss des Bananen-Projektes der Silcherschule (früher Vormittag)
25.09. Göppingen: Besuch in Schulklassen (später Vormittag)
26.09. Weltladen Schwäbisch Gmünd: 30-jähriges Jubiläum

Juan Pio Quezada
Juan Pio Quezada ist seit über 15 Jahren Bananenbauer. Zunächst hat er nur Bananen zur Püree-Verarbeitung produziert, seit 1995 aber liefert er beste Export-Qualität an BanaFair. Juan Pio Quezada ist 52 Jahre alt und verheiratet. Das Ehepaar hat fünf Kinder und bewirtschaftet ein paar Hektar Land in der Küstenregion im Süden Ecuadors. Juan Pio Quezada arbeitet auch in der Asociación Nuevo Mundo mit, der Vereinigung der Bio-Bananen-Produzenten des Kleinbauernverbandes UROCAL. Derzeit gehört er dort dem obersten Kontrollgremium an.
Juan Quezada besuchte Deutschland auf Einladung der Importorganisation BanaFair und nahm während der Fairen Woche an den folgenden Veranstaltungen teil:
13.09. Weltladen Offenburg: Faires Frühstück
14.09. Berlin: Offizielle Eröffnung der Fairen Woche
15.09. Dortmund: Kampagne Fairtrade Towns
16.09. Weltladen Düsseldorf: Verkostung und Info-Runde
17.09. Weltladen Osnabrück: Schulbesuch (vormittags)und Info-Abend
18.09. Steinfurt: Schulbesuch Handelsschule (vormittags)
18.09. Weltladen Bramfelder Laterne Hamburg: Info-Abend
20.09. Augsburg: Teilnahme an der Fachmesse "Bio-Süd"
21.09. Weltladen Kirchheim/Teck: Info-Abend
22.09. Weltladen Ansbach: Bananen-Aktion, Presse-Gespräch und Info-Abend
23.09. Weltladen Grafing: Info-Nachmittag u. Abendveranstaltung
24.09. Weltladen Freising: Schulbesuch und Info-Nachmittag
24.09. Indienhilfe Herrsching: Veranstaltung zum Wettbewerb Fair Trade
Towns
25.09. Hahnbach: Besuch der Bananen-Abo-Gruppe Oberpfalz
26.09. Würzburg: Bananen-Aktionswochenende der KLJB
Hintergrund
UROCAL ist eine Dachorganisation kleinbäuerlicher Erzeuger/innen in der südlichen Küstenregion Ecuadors. Die Provinzen Guayas, Azuay und El Oro bilden eines der größten Bananenanbaugebiete des Landes. UROCAL, die "Regionale Union der Bauernorganisationen der Küstenregionen" vereint gut zwei Dutzend Dorfkooperativen, Produzentenvereinigungen, Frauenkomitees und eine Kreditgenossenschaft mit insgesamt über tausend Mitgliedern. Entstanden ist dieser Dachverband aus den Landkämpfen der sechziger Jahre. Die meisten Bauernfamilien bewirtschaften Felder zwischen einem und 15 Hektar im Küstenstreifen zwischen den beiden Exporthäfen Guayaquil und Machala. Die Bananen-Bauern von UROCAL gehören zu den ca. 5.000 Kleinbauern im Lande, die etwa 60 % der gesamten Bananenproduktion Ecuadors liefern. UROCAL ist der wichtigste Handelspartner für BanaFair und umgekehrt. Die Zusammenarbeit besteht mittlerweile seit zehn Jahren. Seit 2001 ist die Produktion bio-zertifiziert, sowohl nach den Bestimmungen der EU-Bio-Verordnung wie nach den strengeren Kriterien des Anbauverbandes Naturland. Die von BanaFair vermarkteten fairgehandelten Bio-Bananen von UROCAL sind im Übrigen die einzigen Bananen mit Naturland-Siegel.
Zusammen mit der Dominikanischen Republik und Peru hat sich Ecuador in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Lieferländer für Bio-Bananen entwickelt. Vorherrschend allerdings ist wie überall die konventionelle Produktionsweise, die gekennzeichnet ist durch Monokultur, agroindustrielle Großplantagen, massiven Einsatz hochgiftiger Pestizide und allzu oft Verletzung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte der Beschäftigten. Aus Ecuador gibt es darüber hinaus immer wieder Berichte über ausbeuterische Kinderarbeit.
Das lukrative Geschäft mit den krummen Früchten wird weltweit von nur fünf Großkonzernen beherrscht. Kleinbäuerliche Erzeuger haben wenig Chancen, dem Konkurrenz- und Preisdruck standzuhalten. In Ecuador gibt es ein staatliches Mindestpreissystem. Aktuell gültig ist ein Preis von 5,40 USD, den Exportfirmen eigentlich verbindlich an die Bauern zahlen müssen. Dieser Preis gilt für 18 kg Bananen, also die Standardmenge eines Kartons. Selbst dieser niedrige Preis wird von vielen Firmen häufig unterlaufen. Ankaufpreise von unter einem Dollar sind keine Seltenheit. BanaFair hingegen zahlt 12 USD an UROCAL, wovon 6 bis 7 USD direkt an die Bauern fließen. Hinzu kommt eine Prämie für soziale Programme.
Seit UROCAL mit BanaFair kooperiert, hat es viele Veränderungen gegeben. UROCAL setzt auf ein Konzept von nachhaltiger Entwicklung, von dem nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern die ganze Region profitieren. Der Anbau erfolgt in Mischkultur und Agro-Forst-Systemen. UROCAL bietet fachkundige Beratung an, Fortbildungskurse sowie Programme für Frauen und Jugendliche. Außer in der Kreditgenossenschaft engagiert sich UROCAL auch in einem sozialen Wohnungsbau-Programm. Die Einnahmen aus dem Bananen-Export bieten hierfür die ökonomische Basis: Die Bauern erhalten einen deutlich höheren Preis und die zusätzliche Prämie hilft, die vielfältigen Aktivitäten der Dachorganisation UROCAL zu finanzieren.
Die Gäste von UROCAL nahmen während der Fairen Woche rund dreißig Termine wahr, z. B. in Weltläden, Kirchengemeinden, Schulen und Bildungseinrichtungen, bei Hoffesten, Fairen Frühstücken usw. Begleitet wurden sie auf der Rundreise von Bettina Burkert (bei BanaFair im Bereich Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit tätig) sowie Helge Fischer (BanaFair-Repräsentant in Lateinamerika).
Mehr Informationen erhalten Sie auf www.banafair.de
Yannina Meza

Manos Amigas, Peru
Yannina Meza von der Fair Trade Organisation Manos Amigas aus Peru arbeitet seit 1991 mit benachteiligten Produzenten von traditionellem Kunsthandwerk zusammen. In 87 Produzentengruppen profitieren heute 480 Kunsthandwerker von der Arbeit der Organisation.
Manos Amigas will den Produzenten vermitteln, dass sie mit ihren traditionellen Kunstfertigkeiten ein auskömmliches Leben für sich und ihre Familien schaffen können. Damit werden Perspektiven aufgezeigt für die Indigenas, die entweder in erschreckender Armut leben, oder ihr angestammtes Land verlassen, um am Rande der großen Städte ihr Leben als Hilfsarbeiter zu fristen.
"Neuen Produzenten, die bisher weitgehend vom Verkauf ihrer Produkte an Touristen und damit von unregelmäßigen, nicht planbaren Einnahmen abhängig waren, eröffnen wir die Perspektive eines planbaren regelmäßigen Einkommens durch verlässliche Aufträge und Abnahmegarantien", so Yannina Meza. "Sobald die Produzenten von der täglichen Sorge um ein existenzsicherndes Einkommen befreit sind, beginnt ein Training zur Verbesserung der technischen Arbeitsbedingungen und der Qualität sowie zur Entwicklung neuer Designs. Daran schließen sich Fortbildungen in Betriebswirtschaft, Kostenrechnung, Buchführung und Marketing an, um den Handwerkern langfristig die Perspektive zu eröffnen, sich selbständig sowohl im lokalen als auch im Exportmarkt zu behaupten."
Zur Verbesserung der Produktionsbedingungen können die Handwerker Mikrokredite in Anspruch nehmen.
Besonders freut sich Yannina Meza darüber, dass sich viele Kinder der Handwerker von Manos Amigas in Rahmen ihres Studiums, das durch die verlässlichen Einnahmen aus dem Fairen Handel möglich wird, auf Betriebswirtschaft und internationalen Handel spezialisieren. "Sie haben erkannt, dass neben künstlerischen und technischen Fähigkeiten noch weiteres Wissen erforderlich ist, um mit traditionellem Handwerk einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern und gleichzeitig die eigene kulturelle Identität zu bewahren", berichtet sie.
In allen Phasen der Zusammenarbeit mit den Produzenten ist es Manos Amigas wichtig, dass die Produzenten erleben, dass sie gleichberechtigte Partner sind, dass Fairer Handel nur auf partnerschaftliche Weise möglich ist - und dass sie erfahren, dass auf Partnerschaft basierender Handel im Gegensatz zum ausbeuterischen Handel allen Beteiligten die meisten Vorteile bringt.
Die Motive des von Manos Amigas vermarkteten Kunsthandwerks zeigen das Leben in den Bergen, die typischen regional verschiedenen Trachten und die Flora und Fauna der Anden.
Yannina Meza war während der Fairen Woche 2009 in Deutschland zu Gast. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der einladenden Importorganisation El Puente unter www.el-puente.de.
Santiago Paz López

CEPICAFE, Peru
"Wie wirkt sich die Weltwirtschaftskrise auf den Fairen Handel aus? Wie reagieren die Verbraucherinnen und Verbraucher?" Das fragen sich momentan viele, auch Santiago Paz López (40), stellvertretender Geschäftsführer der peruanischen Kleinbauerngenossenschaft CEPICAFE, mit der die Fair-Handels-Importorganisation GEPA seit 1993 zusammenarbeitet. Während seiner Rundreise zur Fairen Woche im September möchte er sich ein persönliches Bild von den Menschen hier machen, erfahren, welche Zielgruppen es gibt und wo und wie die Produkte des Fairen Handels verkauft werden. Daneben weiß er aber auch andere alltägliche Annehmlichkeiten zu schätzen, die er schon bei früheren Deutschlandbesuchen kennengelernt hat: "Die deutsche Küche ist sehr gut."
Santiago Paz López wurde 1968 im Bergdorf Santo Domingo mit 2000 Einwohnern, etwa 130 km von der Stadt Piura im Norden Perus, geboren. Seine Mutter arbeitet immer noch als Bäuerin, baut unter anderem Mango, Kakao, Maniok an. Sein Vater ist kürzlich verstorben. Santiago Paz López ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von sieben und sechs Jahren.
Er ist Agraringenieur und schon während seines Studiums 1989 hat er mit Kaffeekleinbauern im Hochland zusammengearbeitet. Eins der wichtigsten Projekte war dabei die Einrichtung eines Gremiums von regionaler Spannweite, nämlich CEPICAFE.
Durch den Fairen Handel hat sich die Situation der Kleinbauern enorm verbessert, vor allem durch die Preise, die die GEPA bezahlt. "So konnte CEPICAFE beispielsweise mehr als doppelt so viel an die Mitglieder zahlen, als diese auf dem lokalen Markt bekommen hätten", so Santiago Paz López. "Bei Zucker fällt der Unterschied noch eklatanter auf. So konnten die Genossen früher nur einen Preis von 3 US-Dollar für 50 Kilo Zucker bekommen. Heute bezahlt CEPICAFE 26 US Dollar für die gleiche Menge".
Dank dieser Perspektiven hat sich der Alkoholmissbrauch in der Region reduziert. "Die Mitglieder nutzen die Chance, um sich weiterzubilden und haben eine andere Sicht auf das Leben", sagt Santiago Paz López. "Sie haben ihre Häuser renoviert und sind nun in der Lage, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Viele Kinder unserer Mitglieder studieren an der Universität. Und weil sie dann wegen dieser guten Ausbildung bessere Einkommen haben, haben auch sie eine andere Sicht der Dinge."
CEPICAFE spielt also eine enorm wichtige ökonomische Rolle in der Region. Auch Santiagos Paz López Leben hat sich durch den Fairen Handel sehr verändert: "Ich habe das Glück, eine Arbeit zu haben. Gleichzeitig kann ich Tausenden von Kleinbauern dienen, die mehr Hoffnung haben, dass ihre Produkte auf dem internationalen Markt verkauft werden können, und das zu einem Preis, der die Anstrengung der Produktion aufwiegt."
Rohkaffee von CEPICAFE ist in Kaffeemischungen der GEPA enthalten, wird aber seit 1998 vor allem im Biokaffee "Pidecafé" verarbeitet. Der "Pidecafé" ist der beliebte Partnerkaffee Baden-Württembergs. Seit 2008 bezieht die GEPA über CEPICAFE neben Kaffee auch Biokakao und für das neue Weltladen-Exklusiv-Sortiment der GEPA Marmeladen und Konfitüren aus Orangen, Ananas und Mango.
"Diversifizierung ist für die Mitglieder von CEPICAFE sehr wichtig", sagt Santiago Paz López. "Denn der Handel mit Kaffee ist allgemein sehr riskant, weil der konventionelle Preis ja an der Börse ausgehandelt wird und Kaffee ein globalisiertes Produkt ist." Diversifizierung ist nicht nur für die Bauern notwendig als zusätzliche Absatzmöglichkeit, sondern schafft durch die Weiterverarbeitung der Früchte auch zusätzliche Arbeitsplätze. Durch den Fairen Handel erhalten die Arbeiter garantierte Mindestlöhne, Kranken- und Rentenversicherung. Frauen haben nach der Geburt eines Kindes drei Monate bezahlten Elternurlaub. Das ist an sich alles gesetzlich geregelt, aber faktisch hält sich niemand daran. Neben Kaffee und weiterverarbeiteten Produkten bietet auch Fairer Handel mit Kakao Potential.
Was Santiago Paz López von den Kunden hier in Europa erwartet? "Ich glaube, am wichtigsten ist, dass die Kunden dem Fairen Handel treu bleiben. Wer einmal aus Überzeugung fair gehandelte Produkte gekauft hat - und das ist eine wachsende Anzahl von Kunden - hört damit nicht auf, nur weil die Preise für Produkte aus herkömmlichem Handel gefallen sind. Wir appellieren an die Verbraucher, weiter fair gehandelte Produkte zu kaufen, denn so unterstützen sie Tausende von Kleinbauern in Entwicklungsländern, ihre Lebensqualität zu verbessern."
Auch die Weltläden können seiner Meinung nach viel tun, um mehr Produkte abzusetzen: "Es gibt verschiedene Verbrauchertypen und die Läden müssten ihren Markt segmentieren. Die Läden müssen weiter Lobbyarbeit leisten, um noch mehr Verbraucher, Supermärkte, Krankenhäuser, Stadtverwaltungen vom Kauf fair gehandelter Produkte zu überzeugen, mehr mit den Medien zusammenarbeiten. Ich habe immer geglaubt, dass die Aktiven den Kern des Fairen Handels ausmachen, das ist der wichtigste Teil der Bewegung. Alle Errungenschaften des Fairen Handels gehen auf sie zurück."
Für die Zukunft wünscht sich Santiago Paz López eine Kombination von Profiweltläden mit hauptamtlichen Mitarbeitern und weiterhin ehrenamtlich geführten Läden, denn die "Ehrenamtlichen sind eine Chance, um mehr Aktive zu gewinnen und den Kern des Fairen Handels nicht zu verlieren."
Brigitte Frommeyer, GEPA - The Fair Trade Company
Santiago Paz Lopez besuchte zur Fairen Woche die folgenden Termine in Deutschland:
09.09.2009 Berlin ab 19:00 Fairtrade-Award-Verleihung
10.09.2009 Berlin 9:30-16:45 Internatione Fairtrade Conference
14.09.2009 Berlin 11:00-12:00 Zentrale Auftaktveranstaltung zur Fairen Woche
15.09.2009 Wuppertal 10.30-13.00 Pressekonferenz GEPA und Fototermin "Trassenkaffee"
16.09.2009 RFZ Münster / Weltladen Wolbeck ab 19.30 Infoabend "Peru - Produkte und Perspektiven"
18.09.2009 Weltladen Bremen / biz ab 20.00 Infoveranstaltung: "CEPICAFE - Mehr als Kaffee"
19.09.2009 Weltladen Heilbronn u. Weltläden aus der Region ab 17.00 Infoveranstaltung über CEPICAFE
20.09.2009 Ev.-meth. Kirche Karlsruhe ab 10.00 Gottesdienst anschließend "Fairer Brunch"
20.09.2009 Weltladen Ettlingen ab 19.00 Infoabend über CEPICAFE Peru
23.09.2009 Saarbrücken RFZ Saar / NES u.a. 13.00-16.00 Workshop "Fairtrade in der Gastronomie und im Einzelhandel"
24.09.2009 Weltladen Schweinfurt 19.30-22.00 Jubiläumsfest "20 Jahre Weltladen Schweinfurt"
25.09.2009 Köln TransFair 10.00-11.00 Pressetermin "Kaffee.Pause.Fair"
26.09.2009 Wuppertal RFZ West 10.30-12.00/14.00 Veranstaltung zum Abschluss der Fairen Woche - "Perspektiven schaffen - Fair Handeln"
Ruth Fe Salditos

PFTC (Panay Fair Trade Center) / Philippinen
Ruth Fe Salditos ist Mitglied des Vorstandes bei PFTC und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte der philippinischen Frauen.
Die Geschichte von PFTC auf der Insel Panay ist bis heute sehr stark mit der philippinischen Frauenbewegung verknüpft. PFTC verbindet dabei geschickt die Interessen von ländlichen Kleinbauern und städtischen Frauen der Armenviertel.
So liefern beispielsweise Kleinbauernkooperativen die Frischbananen, die in der eigenen Verarbeitungsanlage der Insel-Hauptstadt Ilo-Ilo von Frauen aus den angrenzenden Slums zu Bananenchips weiterverarbeitet werden. Das bedeutet für circa 50 Frauen und einige Männer aus den Slums von llo-llo Arbeit - unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.
Basis für die fruchtig-knackigen Bananenchips ist die Kochbanane Sab-a, welche z.B. von den 26 Kleinbauern-Familien der Kamada-Kooperative angebaut wird. Neben dem Aufbau genossenschaftlicher Strukturen zur Einkommensverbesserung ist PFTC politisch sehr aktiv, um die verarmte Bevölkerung zu stärken.
Mit zahlreichen Veranstaltungen, Trainingsprogrammen und Kampagnen wird versucht, benachteiligten Bevölkerungsgruppen wie allein erziehenden Müttern, Slumbewohnern, Kleinbauern etc. eine eigene Stimme zu geben und Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu nehmen. Eine Arbeit, die immer auch Widerstände der privilegierten Eliten provoziert.
PFTC beliefert dwp mit gezuckerten Ingwerwürfeln, Bananenchips und Mascobadozucker.
Ruth Fe Salditos war während der Fairen Woche Gast von dwp und besuchte zahlreiche Weltläden und Veranstaltungen:
14.09. Berlin - Eröffnung Faire Woche
14.09. Schwerin - Weltladen Schwerin (Abendveranst.)
15.09. Hamburg - Weltladen Bergedorf (Abendveranst.)
16.09. Würzburg - Weltladen Würzburg (Abendveranst.)
17.09. Weißenhorn - Weltladen Weißenhorn Pressetermin
17.09. Ravensburg - Weltladen Ravensburg (Abendveranst.)
18.09. Ehingen - Weltladen Ehingen (Abendveranst.)
19.09. Herrenberg - Weltladen Herrenberg
19.09. Botnang - Weltladen Botnang (Abendveranst.)
20.09. Bad Waldsee Weltladen Bad Waldsee
20.09. Ravensburg - "Ravensburg is(s)t bio" Biomesse
21.09. Gräfelfing - Naturland
Informationen unter info@dwp-rv.de und www.dwp-rv.de